Weihnachtszauber Anthologie-Interview mit Susan B. Hunt

Jetzt sind wir schon am Ende des Tages und zum Abschluss habe ich noch das Interview für Euch. Ich hoffe dieser Tag mit Susan und mir hat euch genauso viel Spass gemacht, wie uns! 🙂

 

Interview mit Susan B71u85c6dZQL._UX250_. Hunt

Ich möchte mich erstmal bei der lieben Susan bedanken, dass ich sie interviewen durfte und sie sich die Zeit genommen hat, meine doch auch persönlichen Fragen an sie so offen und ehrlich zu beantworten. Die Zusammenarbeit mit ihr war sehr schön und hat mir richtig Spaß gemacht! Danke Susan

 

 

Liebe Susan erzähl doch bitte kurz, wie du zu Weihnachts-Zauber gekommen bist?

Meine Freundin und Autorenkollegin Mikki Patrick hat mich darauf angesprochen. Sie hat sich mit ein paar Autoren zusammengetan, um etwas in diese Richtung zu machen. Mit einem Augenzwinkern meinte sie: „Du kannst dich doch sowieso nicht gänzlich von deinen Heroes trennen, wie wäre es, wenn du eine Weihnachtsgeschichte beisteuerst? Deine Fans werden sich freuen und für einen guten Zweck ist es auch.“
Ehrlich gesagt, musste ich nicht lange überlegen. Der Gedanke meine „Jungs“ mal wieder zu treffen und mit ihnen Weihnachten zu erleben reizte mich sehr. Begeistert habe ich zugesagt und sofort angefangen zu schreiben.
Hinter der Aktion für einen guten Zweck steht doch auch ein ernstes Thema, welches man meiner Meinung nach doch noch zu selten in der Öffentlichkeit thematisiert. Wie denkst du über das Thema Kinderhospiz? Und todkranken Kindern die im Sterben liegen?

Da hast du vollkommen recht. Zu wenige Menschen wissen, welch großartige Arbeit die Mitarbeiter in einem Kinderhospiz leisten. Zuerst war uns (den mitwirkenden Autoren) noch nicht ganz klar, wohin der Erlös gehen soll. Eine der Autorinnen hat uns auf die Idee mit dem Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e. V. gebracht. Sie wohnt in der Nähe und kennt ein paar Leute, die dort arbeiten.
Ich persönlich finde es eine wirklich wunderbare Möglichkeit Gutes zu tun, da das Hospiz auf Spenden angewiesen ist. Als Mutter von zwei Töchtern und zwei Stiefsöhnen liegen mir Kinder sehr am Herzen. Sie sind unsere Zukunft und das kostbarste Geschenk, welches uns das Leben bietet. Die Kinder, die in diesem Hospiz betreut werden, haben keine Zukunft. Teilweise sind sie nur wenige Monate alt, wenn sie und ihre Eltern die Diagnose einer lebensbegrenzenden Krankheit bekommen.
Das macht mich ganz demütig und dankbar, dass meine Kinder und mein Enkel (11 Monate) gesund sind. Wenn ich die Internetseite des Hospizes besuche muss ich wirklich oft schlucken. Ich glaube, dass man Vieles zu selbstverständlich nimmt. Kinder brauchen unseren Schutz, und todkranke Kinder und deren Eltern brauchen Menschen, die sie begleiten und ihnen beistehen. Die Möglichkeit, hier helfen zu können, finde ich wahnsinnig schön. Deshalb bin ich froh und stolz, bei diesem Projekt dabei zu sein.
Jetzt hoffe ich nur noch, dass ganz viele Menschen „Weihnachtszauber“ kaufen, sich damit vielleicht selbst eine Freude machen, oder ihre Lieben damit beschenken.
Ihr 12 Autoren spendet den gesamten Verkaufserlös ja dem Kinderhospiz Mitteldeutschland Nordhausen e.V. , hast du vorher schon mal an so einer Aktion teilgenommen?

Nein, das ist das erste Mal, dass ich bei so einer Aktion mitmache. Es ist ein tolles Gefühl, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die wirklich alle auf ein Honorar verzichtet haben. Autoren, Lektor, Korrektorat und Cover-Designer. Es zeigt, dass es neben den vielen schrecklichen Dingen, die auf der Welt passieren, auch noch Schönes und Gutes gibt.
Wirst du auch nach Weihnachts-Zauber deine Leser auf dem Laufenden halten, was mit dem Erlös gemacht wurde?

Das werde ich auf jeden Fall. Ich habe auch vor, mir einige Autorenexemplare des Taschenbuches zu bestellen (ich bekomme sie günstiger und so bleibt auch mehr Erlös für das Kinderhospiz übrig) und sie auf meiner Fanpage bei Facebook anzubieten. Signiert natürlich und mit Wunschwidmung. Den Erlös spende ich dann extra und poste selbstverständlich auch den Beweis dafür 😉
Außerdem wird es bei uns in Berching auf dem Weihnachtsmarkt die Bücher zu kaufen geben. Eine Bekannte, die in der Stadtbücherei arbeitet, wird den Verkauf an ihrem Stand übernehmen. Auch darüber wird es auf meiner Facebookseite Informationen geben.

 

Ich hatte das Glück, nicht nur dich interviewen zu dürfen, ich durfte auch deinen Teil der Anthologie „Sternschnuppennacht“ lesen. Ich war begeistert zu lesen, was deine Helden und ihre Familien zu Weihnachten machen und Storm und Ivy, die ja in Heroes 2 Kriegerseelen zusammen gekommen sind, sind die Hauptprotagonisten dort. Da es mehrere Heroes gibt, wie kam es dazu, dich speziell für Storm und Ivy zu entscheiden?

Soll ich ganz ehrlich sein? Keine Ahnung! Ich habe mich spontan für die beiden entschieden. Wahrscheinlich aus dem Grund, weil Ivy & Storm für viele meiner Leser die „Lieblinge“ sind. Der blonde Hüne ist wahnsinnig sexy und seine Seelengefährtin Ivy ist ein freche, absolut taffe Kriegerin. Die beiden sind einfach ein cooles Paar. Naja, und vielleicht auch deswegen, weil ich nicht so das Klischee bedienen wollte. Päckchen und Geschenke für Kinder, Kirchgang und Lieder singen unter dem Weihnachtsbaum etc.
Außerdem wollte ich mir nicht die vielen Geschenke ausdenken, die die anderen Krieger ihren Kindern schenken 😉
War es schwer, eine Kurzgeschichte zu schreiben, die sich nur um Weihnachten dreht?
Deine „Sternschnuppennacht“ ist nicht nur sehr weihnachtlich, sondern auch sehr gefühlvoll, spannend und auch erotisch. Hattest du bedenken einen Schuß Erotik mit in eine Weihnachts- Anthologie zu bringen?

Ja also, das Thema Erotik hatten wir zuvor in der Gruppe diskutiert. Ich war der Meinung, dass jeder Autor das schreiben sollte, was er möchte, ohne eine „Altersbeschränkung“ beachten zu müssen. Die Mehrheit sah das genauso. In der Anthologie ist auch eine Kindergeschichte als Bonus dabei, darin gibt es natürlich keine Erotik. Lewis Black ist mit einer Geschichte dabei und da er gerade dieses Genre bedient, darf Erotik in seinem Beitrag nicht fehlen.
Bei meinen Heroes gehört ein bisschen Sex schon auch dazu. Ich hatte also keine Bedenken dieses Thema in die Geschichte aufzunehmen. Ivy & Storm sind ein junges, verliebtes Paar und genießen ihre Zweisamkeit – also passte das auch. Schwer fand ich es nicht, über Weihnachten zu schreiben. Für mich ist das eine wunderbare, besinnliche Zeit. Den Ort, an dem sich „Sternschnuppennacht“ abspielt hatte ich sofort vor Augen und der Rest ergab sich ganz von selbst.
Da wir schon beim Thema Weihnachten sind, was machst du zu Weihnachten? Gibt es bei euch eine feste Tradition?

Am liebsten verbringe ich Weihnachten mit meiner Familie. Da unsere Kinder schon erwachsen sind, ist es für mich besonders schön, wenn wir uns alle treffen und Zeit miteinander verbringen. Dieses Jahr feiert ein neues Familienmitglied mit uns. Unser Enkel. Wahrscheinlich wird ihn mehr das bunte Geschenkpapier interessieren, als die eigentlichen Geschenke, aber es wird bestimmt spannend zu sehen, wie er auf die bunten Kugeln und Lichter reagiert. Ein Weihnachtsbaum gehört für mich unbedingt dazu. Ohne geht gar nicht!
In meiner Kindheit gab es traditionell am Heilig Abend Würstchen mit Kartoffelsalat und am Nachmittag besuchten wir den Weihnachtsgottesdienst. Inzwischen ist es so, dass wir demokratisch abstimmen, was es zu essen. Nach dem gemeinsamen Essen gibt es Geschenke. Am 1. Weihnachtsfeiertag gibt es die traditionelle Gans mit Blaukraut und Klößen bei Mama.

 

Mich würde interessieren, welches Buch du gerade liest?

Seitdem ich selbst schreibe, lese ich viel weniger, da ich die Ideen in meinem Kopf loswerden muss und meine Protagonisten laut meckern und fordern, ihre Geschichten zu Papier zu bringen. Ganz aktuell allerdings habe ich mit „Weihnachtszauber“ angefangen. Ich bin gespannt, wie die Romanhelden meiner Kolleginnen und Kollegen Weihnachten feiern. Natürlich hätte ich die Geschichten schon vorher lesen können, aber ich wollte abwarten, bis die Anthologie fertig ist und habe nun vor, jede einzelne Geschichte zu genießen.

 

Gibt es ein Buch, welches du schon mehr als einmal gelesen hast?

Ja, da gibt es tatsächlich mehrere. Ich liebe die dicken Schinken von Diana Gabaldon (Highland-Saga). Jedes Buch hat über 600 Seiten und ich habe sie alle schon mindestens drei Mal gelesen.
J.R. Ward verehre ich sehr und ihre Black Dagger Reihe gehört ebenfalls zu den Büchern, die ich mehr als einmal gelesen habe.
Wenn du in einer Buchhandlung bist, weißt du genau was du kaufen willst, oder stöberst du erst in Ruhe und gehst mit mehr Büchern nach Hause und anderen als du eigentlich wolltest?

Seit ich einen eReader besitze, lese ich, wenn überhaupt, meistens eBooks. Allerdings könnte man mir keine größere Freude machen, als mich einmal in einer Buchhandlung einzusperren. Aus diesem Grund bekomme ich zum Geburtstag oder zu Weihnachten meistens Gutscheine für Bücher geschenkt. Ich liebe es, in der Buchhandlung zu stöbern. Manchmal informiere ich mich auch vorher ein wenig im Internet und notiere mir die Bücher, die mir interessant erscheinen. Genauso gerne kaufe ich aber auch spontan, was mir so in die Hände fällt.
Ich habe gelesen, dass du Jägerin bist, wie bist du zu dem Hobby gekommen?

Der Mann, mit dem ich in zweiter Ehe verheiratet bin, ist leidenschaftlicher Jäger. Anfangs habe ich ihn einfach oft begleitet, wenn er im Revier unterwegs war, um zu füttern, oder die Jagdeinrichtungen in Ordnung zu halten. Da ich sehr naturverbunden und auf dem Land aufgewachsen bin, stellte ich schnell fest, das Jagd mehr ist, als Tiere töten. Außerdem ist es toll, mit dem Mann, den man liebt, seine Leidenschaft zu teilen. Deshalb machte ich selbst den Jagdschein. Oft muss ich mich rechtfertigen, wenn jemand erfährt, dass ich inzwischen seit fünfzehn Jahren selbst Jägerin bin. Die meisten Menschen sehen mich als Bambimörderin. Was sie dabei aber vergessen, ist, dass uns Jägern unser Wild sehr am Herzen liegt. Wir hegen und pflegen die meiste Zeit des Jahre und manchmal ernten wir auch. Dann wird ein Tier, das artgerecht gelebt hat, mit einem sauberen Schuss erlegt und wir sind dankbar, einen herrlichen Wildbraten essen zu können. Von Massentierhaltung, Legebatterien etc. möchte ich gar nicht erst anfangen, denn das würde den Rahmen dieses Interviews sprengen.

 

Hast du noch mehr Hobbies, denen du nachgehst?

Da ich auf dem Land lebe und mich glücklich schätzen kann, einen großen Garten zu besitzen, verbringe ich im Sommer die meiste Zeit draußen. Dort baue ich Gemüse an und wenn ich nicht gerade mit dem Unkraut kämpfe, schreibe ich unter unserem riesigen Nussbaum. Ich dekoriere ganz gern Haus und Garten mit selbstgemachten Dingen. Sammle Wurzeln und alles was ich im Wald finde und was mir gefällt, damit ich es Zuhause in Szene setzen kann. Außerdem fotografiere ich sehr gerne – am liebsten die Natur in ihrer ganzen Vielfalt.

 

Wie sieht ein schreibfreies Wochenende bei dir aus? Wenn es so was gibt?

Da muss ich jetzt lachen. Du hast deine Frage schon treffend formuliert. Schreibfreies Wochenende??? Nein, gibt es tatsächlich kaum. Nur wenn ich im Urlaub bin. Aber selbst da fällt es mir schwer, auf das Schreiben zu verzichten. Nicht immer kommt etwas Gutes dabei heraus, aber meistens habe ich so viele Ideen im Kopf, dass ich einfach in die Tasten hauen muss. Aber es gibt auch Tage, an denen die Familie im Vordergrund steht und ich tatsächlich den Laptop gar nicht erst hochfahre.

 

Hast du dir bestimmte Ziele für das nächste Jahr vorgenommen?

Feste Ziele habe ich nicht. Ich sehe dem neuen Jahr gespannt entgegen und warte, was es für mich bereit hält. Außer weitere Bücher zu schreiben, habe ich mir nichts vorgenommen. Und da ich nicht vom Schreiben leben muss, mache ich mir deshalb keinen Druck. Das würde mich wahrscheinlich nur blockieren.

 

Falls du es schon verraten darfst….gibt es bald was Neues von dir zu lesen?

Ich verrate es einfach. Ganz aktuell erwarte ich meinen neuen Roman aus der Korrektur zurück. Das Cover ist in Auftrag gegeben und wenn alles gut läuft, wird es noch vor Ende des Jahres etwas Neues von mir geben.
Eine Bikergeschichte. Im Mittelpunkt steht ein Motorcycleclub aus einer fiktiven Stadt in Kalifornien. Ich habe schnell festgestellt, dass es eine neue Serie werden wird. In jedem Buch darf ich wieder zwei Menschen zusammenführen und glücklich machen. In Band 1 werden es der President des Fire Devils MC und eine irische Anwältin sein, die vor ihrem gewalttätigen Verlobten aus Irland geflohen ist und in Dreamtown ein neues Leben anfangen will. Mehr verrate ich noch nicht …

 

Wird man dich auf der LBM 2016 treffen können?

Das habe ich ganz fest vor. Nachdem ich nicht nach Frankfurt konnte und Berlin leider auch flach fällt für mich, möchte ich unbedingt nach Leipzig. Einige meiner Kolleginnen aus der Weihnachtsanthologie wollen ebenfalls dort sein und wir möchten uns treffen, um uns persönlich kennenzulernen. Vielleicht treffe ich auch einige meiner Leser, was mich wahnsinnig freuen würde.

Vielen Dank Tanja, dass du dich bereit erklärt hast, mich zu interviewen und auf unser Projekt aufmerksam zu machen. Es hat mir großen Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten.

 

Also wer von Euch noch ein Weihnachtsgeschenk braucht und was gutes tun möchte der verschenkt Weihnachtszauber!

In diesem Sinne 🙂

wünschen euch(2)

 

Hier findet ihr alle Autoreninterviews

01.12.2015 Christina Stöger bei Bücherkessel

03.12.2015 Rose Care bei Bookster

05.12.2015 Ramona Beck bei Becca´s Leselichtung

07.12.2015 Agnes M. Holdborg bei Silences Bücherwelt

09.12.2015 Margarethe Alb bei Eine Bücherwelt

11.12.2015 Noah Fitz bei Bücherleser

13.12.2015 M.C. Steinweg bei Lissianna schreibt

15.12.2015 Mikki Patrick bei Bella´s Life

17.12.2015 Susan B. Hunt bei Real Books Never Die

19.12.2015 Christiane Bößel bei BookLady

21.12.2015 Lewis Black bei Bookwormdreamers

23.12.2015 Marion von Vlahovits bei Katrins Lesewelt

Gewinnspiele:

18.12.2015 bei Lissianna schreibt

und vom 16.12. bis 23.12. könnt ihr hier bei mir auch ein signiertes Print von Weihnachtszauber gewinnen!

 

 

 

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